PROJEKTE

Um die Attraktivität der City zu erhalten bzw. sie immer weiter zu optimieren, setzt sich die CIS für zahlreiche Projekte ein. Einen kleinen Auszug der unterschiedlichen Projekte haben wir hier aufgelistet:

 

Realisierte Projekte

 

Sanierung Königstraße

 

Die jahrelangen intensiven und teilweise hartnäckigen Bemühungen der CIS haben sich ausgezahlt: Rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 im eigenen Land präsentierte sich der 1. Bauabschnitt, die untere Königstraße, großzügig und in neuem Glanz.

 

Mehr als 10 Millionen Euro hat die Stadt Stuttgart in die Erneuerung von Deutschlands längster Einkaufstraße investiert. Dabei wurden insgesamt 140 000 Steinplatten aus Flossenbürger Granit auf rund 35 000 Quadratmetern Fläche verlegt. Und alle waren froh, als die Bauarbeiten an der über dreijährigen Wanderbaustelle, die sich ausgehend vom Kunstmuseum abschnittsweise durch die rund 1100 Meter lange Einkaufsmeile gezogen hatte, endlich beendet waren. Ferner kann sich das Ergebnis sehen lassen: nicht nur, dass die Königstraße nun großstädtischer, eleganter und breiter als bisher wirkt, es wurden zusätzlich Spielgeräte integriert, ein neuer Trinkbrunnen installiert, die alten Papierkörbe durch neue und moderne Abfallbehälter ersetzt und die Zahl der Sitzgelegenheiten verdoppelt.

 

Am 2. August 2008 hat die CIS ein großes Fertigstellungsfest veranstaltet.

 

Sonstige Projekte

 

Darüber hinaus hat die CIS verschiedene Projekte in der Stadt finanziell unterstützt, so z.B.

 

 

  • die Kinderbetreuung im Kunstmuseum,
  • die Beleuchtung des Tagblattturms,
  • die Fassadenanstrahlung in der Eberhardstraße,
  • die Installation neuer Leuchten am Schlossplatz,
  • die Weihnachtsbeleuchtung am Königsbau und in der Calwer Straße,
  • die Herausgabe einer Werbe-CD der Stuttgarter Philharmoniker für das Amtsblatt
  • die Anschaffung von Spielgeräten für die Königstraße
    sowie
  • das Kultur-Bonusheft der Landeshauptstadt Stuttgart.

 

Diese Aktivitäten kommen der ganzen City zugute, deshalb haben wir sie nach unseren Möglichkeiten unterstützt.

 

 

Aktuelle Projekte

 

Aufwertung der Marienstraße und der Querspange vom Rotebühlplatz bis zur Eberhardstraße

 

Die CIS setzt sich seit vielen Jahren sehr intensiv für die Aufwertung dieses Innenstadtbereiches ein. Die CIS hat in vielen Besprechungsrunden u.a. auch an Vertreter des Gemeinderats appelliert, die Anbindung an die Königstraße zu verbessern und die Umgestaltung der gesamten Querspange und eine qualitative Verbesserung in der Marienstraße in Angriff zu nehmen, um das gesamte Stadtquartier aufzuwerten. Nachdem im Haushaltsplan 2008/2009 hierfür noch keine Mittel eingeplant wurden, hat im Haushaltsplan für die Jahre 2010/11 der Gemeinderat 2,7 Mio Euro zur Verfügung gestellt, um dieses längst überfällige Vorhaben endlich zu realisieren.

 

Stuttgart 21-Einkaufszentrum an der Wolframstraße

Aktuell: Bauvoranfrage ist eingereicht. Den aktuellen Stand der Planung, den die Projektgemeinschaft bei einer Informationsveranstaltung der CIS am 22.07.2010 vorgestellt hat, finden Sie hier.

 

Im Rahmen des Bebauungsplanes für das Projekt Stuttgart 21 ist vorgesehen, dass an der Wolframstraße ein Einkaufszentrum mit fast 50.000 qm Verkaufsfläche entstehen soll. Dieser Bebauungsplan hat im Jahr 2003 Rechtskraft erlangt und ist damals schon von der CIS heftig kritisiert worden.

 

Als Begründung für die Kritik hat die CIS angeführt, und dies wird inzwischen von der IHK und dem Einzelhandelsverband unterstützt, dass seit der Planungsphase ca. 100.000 qm weitere Verkaufsfläche in der City in integrierter Lage entstanden seien und dass dieses Megazentrum keinerlei Verbindung mit der klassischen City hätte. Kaufkraft aus der City würde abgezogen und klassische Standorte, die mit hohen privaten und öffentlichen Investitionen entwickelt wurden, werden gefährdet, so der Citymanager Hans H. Pfeifer. Diese Auffassung gewinnt in letzter Zeit auch im politischen Raum immer mehr Anhänger.

 

Um dieses sensible Thema noch mit weiteren sachkundigen Fakten zu untermauern, hat die CIS im April 2009 ein Ergänzungsgutachten durch das unabhängige Beratungsunternehmen Prognos in Auftrag gegeben, die zu diesem Thema bereits 1997 grundsätzlich Stellung genommen hatten. Das aktuelle Ergänzungsgutachten untersucht u.a. anhand von regionalökonomischen Merkmalen, Verkaufsflächenentwicklungen und einzelhandelsrelevanten Kennzahlen, ob ein solches Einkaufszentrum in Stuttgart, ohne Anbindung an die gewachsene City, überhaupt einen Sinn macht. Und das Ergebnis bestätigt die Befürchtungen:

 

Prognos kommt bei der Bewertung des geplanten Einkaufscenters zu dem Ergebnis, dass sich das Vorhaben in der geplanten Form nicht verträglich auf das Einzelhandelsangebot der Stadt Stuttgart auswirkt und damit als nicht tragfähig einzuschätzen ist.

 

Das gesamte Gutachten finden Sie hier.

 

BID

 

Ein Anliegen der CIS ist es, Business Improvement Districts (kurz BIDs) auch in Stuttgart einzuführen. Ein BID ist ein räumlich festgelegter, innerstädtischer Bereich, in dem Grundstückseigentümer auf weitgehend freiwilliger Basis zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes und der Attraktivität des Bereiches finanzieren und durchführen. BIDs werden in von konsumnahen Dienstleistungen, insbesondere von Einzelhandel geprägten Gebieten wie z.B. Fußgängerzonen eingesetzt. Voraussetzung zur Realisierung von BIDs im eigentlichen Sinne ist eine landesgesetzliche Grundlage. Solche gesetzlichen Grundlagen existieren in Deutschland derzeit bereits in Hamburg, Hessen, Bremen, Schleswig-Holstein, Saarland und Nordrhein-Westfalen. Ein Vorstoß der CIS wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg der alten Landesregierung bisher nicht positiv beschieden, dennoch wird sich die CIS auch künftig für die Verwirklichung dieser BIDs einsetzen, zumal die neue Landesregierung sich dieses Themas annehmen möchte.